Liebe ARD, ich will doch bloß die Sendung von Anfang an sehen …

Tagsschau vom 1.8.1997

Ich habe im Fernsehen in die laufende „Tagesschau vor 20 Jahren“ geschaltet. Ich sah also Beiträge vom 1. August 1997 und war fasziniert davon wie einige in Bezug auf die heutige Zeit wirkten. So gab es einen Bericht über eine Razzia in New York bei 5 Männern aus dem Nahen Osten, die vermutlich einen Anschlag mit Rohrbomben an einer U-Bahn-Station planten. Dies lässt aus heutiger Sicht direkt Gedanken an 9/11 aufkommen. Dann gab es einen Bericht über das Inkrafttreten des Multimedia-Gesetzes, welches erste Regelungen fürs Internet in Bezug auf Handel, Jugendschutz und Verantwortung enthielt. Es wurden die folgenden Gebiete problematisiert: unlauterer Werbung, Gewaltverherrlichung, Pornografie und Nazipropaganda. Wenn man an die Entwicklung bis heute denkt, so stellt sich vor dem Hintergrund von Informationsblasen und fragwürdigen Werbeplatzierungen in Social Media, dem illegalen Handeln im Darknet und dem Zugewinn rechter und populistischer, politischer Strömungen durchs Internet dar, dass die Regelungen von damals mitsamt der nachfolgenden weiteren Regelungen offensichtlich nicht in der Form griffen wie angestrebt.

So weit so faszinierend. Da ich neugierig auf die gesamte Sendung war, dachte ich ganz naiv, dass ich sie über meinen Chromecast einfach mal von Anfang an sehen könnte.

Also öffnete ich die Tagesschau-App und gab in die Suche „Tagesschau vor 20 Jahren“ ein. Es kam sogar ein relevantes Suchergebnis und ich fand die Sendung sehr schnell. Doch den Chromecast-Button suchte ich im Player dann vergeblich. Ich konnte die Sendung also nicht einfach mal schnell und bequem auf meinem Fernseher weiterschauen. Ein aktuelle TV-App ohne Chromecast-Unterstützung!? Ernsthaft!?

Dann habe ich die Chromecast-App, die unintuitiverweise nun „Home“ heisst, geöffnet, um zu schauen, ob irgendwas mit meinem Chromecast nicht stimmt. Zufälligerweise begrüßte mich die App mit der Empfehlung zur App „Das Erste“.

Ich nahm an, dass diese App mir die gewünschte Sendung schon liefern würde, da die Tagesschau ja schließlich eines der Top-Produktionen des Senders ist.

… doch da war ich wohl wieder zu naiv …

Ich nutzte zunächst die „Sendung verpasst“-Funktion und war schon sehr zuversichtlich, als ich erkannte, dass ich auch den Sender „tagesschau24“ zur Auswahl hatte. Doch was ich danach sah war ein einziges Video für den gesamten Tag! Und es war natürlich nicht mein gesuchtes.

Also nutzte ich die Suchfunktion und wurde, wie ich mittlerweile schon erwartete, natürlich nicht fündig. Da bringt mir dann auch die Chromecast-Unterstützung der App nichts …

Übrigens versuchte ich noch eine Suche mit Anführungszeichen um meine Suchphrase „Tagesschau vor 20 Jahren“ herum, da ich von Google gewohnt bin, dass man damit die Suchphrase genau wie geschrieben sucht. Das führte während der Eingabe zu Fehlermeldungen vom Autovervollständigungs-Server. Soweit zum Thema „Qualitätsprüfung“ …

Dann fiel mir ein, dass ich ja noch diese ARD-Mediathek-App auf meinem Handy hatte. Also mit der müsste es ja wohl dann wenigstens klappen … dachte ich …

Weder die Suche über die sehr eindeutige Suchphrase „Tagesschau vor 20 Jahren“ noch die „Sendung verpasst“-Funktion lieferte mir das gewünschte Ergebnis.

Die allerletzte Maßnahme lieferte dann schließlich in kürzerster Zeit mein gesuchtes Video und dann auch noch mit der Chromecast-Unterstützung.

Was das war!? Ganz einfach die Website tagesschau.de. Die Suche lieferte mir endlich ein tatsächlich relevantes Suchergebnis mit meiner Suchphrase „Tagesschau vor 20 Jahren“.

Und wie erwartet enthielt die Sendung vom 1.8.1997 weitere interessante Bezüge zur Gegenwart. Das Hauptthema war die „Jahrtausend“-Flut an der Oder und Neiße. Wie wir heute wissen, folgten später einige weitere, schlimme Fluten an der Oder. Und ein weiterer Beitrag betraf das Kruzifix-Urteil in Bayern, welches mir immer noch in Erinnerung ist.

Insgesamt war dies eine sehr interessante Sendung.

Die Apps der ARD sind hingegen allesamt eine Zumutung. Potenzial hat noch die Tagesschau-App, da hier lediglich die Chromecast-Unterstützung fehlte. Allerdings ist abgesehen davon, die Bedienoberfläche der App absolut missraten. Ich verstehe nicht, warum man mit „Kreativität“ die guten Prinzipien des in Android üblichen Material Designs durch eine unintuitive Oberfläche ersetzen musste. Das ist absoluter quatsch.

Meine Schulnote: „ARD! Mangelhaft! Setzen!“.

TinyCLI auf Bulletin-Board.de

In letzter Zeit habe ich an einer kleinen Web-Applikation gearbeitet, die ein CLI (bzw. eine Shell, ein Terminal) im Browser darstellt.

Es handelt sich noch um einen Entwicklungsstand, ist jedoch jetzt einigermaßen präsentabel geworden. Das CLI funktioniert auf aktuellen Browsern und insbesondere Chrome am besten. Safari wird noch am schlechtesten unterstützt und kann momentan nur über das US-Amerikanische-Tastaturschema bedient werden.

Eine Unterstützung für Touchscreen-Geräte existiert noch nicht. Das Thema wäre die nächste Entwicklungsstufe, die ich bald angehen werde.

Bulletin-Board.de

Wer mitentwickeln möchte ist auf GitHub dazu herzlich eingeladen:
TinyCLI

Zifferblätter für Smartwatches

Da fast jeder ein Smartphone oder zumindest ein Handy stets zur Hand hat, welche natürlich auch die Zeit anzeigen, erfüllt eine Armbanduhr heutzutage keinen besonderen Mehrwert, außer, dass die Uhrzeit schneller parat ist.

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Foto von JM Tosses auf Flickr

Seit je her ist eine Armbanduhr zugleich ein modisches Accessoire und das Aussehen und Image der Uhr spielt für viele eine wichtige Rolle. Dies gilt auch für Smartwatches.

Wem dieser Aspekt besonders wichtig ist, besitzt zudem mehrere Armbanduhren oder zumindest Armbänder zum Auswechseln, um zu jeder Gelegenheit das passende Accessoire präsentieren zu können.

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Foto von Gary Dale
Foto von Gary Dale

Dieser Aspekt wird bei Smartwatches um die Möglichkeit erweitert, das Zifferblatt je nach Lust und Laune unkompliziert zu wechseln.

 

Diese Möglichkeit wird bei den verschiedenen Smartwatches unterschiedlich gut unterstützt. Einige Modelle zeigen nur zum Zeitpunkt des Uhrzeitablesens überhaupt ein Bild an, einige wechseln zwischen einer stromsparenden Minimalansicht der Uhrzeit zu einer vollumfänglichen Darstellung beim aktiven Ablesen und wenige zeigen durchgängig das vollständige Zifferblatt an.

AndroidWear_Watch_FacesDer Hauptgrund dieser unterschiedlichen Handhabung der Zifferblattdarstellung liegt in den unterschiedlichen Methoden zum Stromsparen, da dies – ähnlich wie bei Smartphones – eines der Hauptherausforderungen für die Hersteller darstellt. Eine kompromisslose Lösung gibt es derzeit noch nicht.

Einschätzung der Display-Typen von Smartwatches
Display-Typ Always-On-Modus Vorteile Nachteile Anmerkung
LCD nein gute Darstellung wg. potentiell zu hohem Stromverbrauch kein Always-On-Modus wird eher in älteren Modellen genutzt
LCD + Transreflektiv-Modus Schwarz/Weiß stromsparend Always-On nur in Schwarz/Weiß wird in Sonys Smartwatch 3 genutzt
OLED meistens: ja sehr gute Darstellung erhöhter Stromverbrauch im Always-On-Modus Always-On-Modus wird von der Apple Watch derzeit nicht unterstützt
LCD e-paper ja sehr geringe Auflösung & in Farbversion wenige Farben. äußerst geringer Stromverbrauch im Always-On-Modus wird bei Pebble je nach Modell monochrom und farbig eingesetzt.

Die Betriebssysteme der Smartwatches sind der weitere Faktor der beeinflusst, wie gut sich die eigene Smartwatch an den eigenen Stil anpassen lassen.

Betriebssystem Möglichkeiten
WatchOS (Apple Watch)

Zifferblätter: nur eingebaute

Die Zifferblätter lassen sich sehr einfach auswählen und anpassen. Die stilistische Individualisierung schränkt sich auf die Wahl der Art der Uhr, der Farbe weniger Elemente und dem Hintergrundbild (auch animiert). Noch ist es Dritten nicht möglich, Zifferblätter anzubieten.

Einschätzung: eingeschränkt

Tizen (Samsung Gear S2)

Zifferblätter: offen

Samsung hat erkannt, wie wichtig Zifferblätter sind und wie groß das Bedürfnis von Gestaltern ist, Uhren anzubieten. Aus diesem Grund bietet Samsung ein komplettes Designer-Tool an mit Anbindung an den App-Store von Samsung.

Einschätzung: gutes potential

Pebble

Zifferblätter: offen

Pebble bietet eine umfangreiche Kategorie für Watch Faces an, so dass hier für jeden etwas zu finden ist. Systembedingt (wenig Farben, monochrom, niedrige Auflösung) wirken die Zifferblätter oftmals so als kämen sie aus den 90ern.

Einschätzung: breites Angebot / wirken „geeky“

Android Wear

Zifferblätter: offen

Sowohl im Play Store als auch mittels Gestaltungs-Apps gibt es das vielfältigste und umfangreichste Angebot von Zifferblättern.

Einschätzung: vielfältiges Angebot

Betrachtet man die aktuelle Display-Technologie und die Betriebssysteme, so bieten aktuell die OLED-basierten und mit Android Wear ausgestatteten Smartwatches meiner Meinung nach den besten Kompromiss aus Darstellungsqualität, Vielfältigkeit und Stromsparen. Android Wear bietet im Vergleich zu den meisten anderen Systemen ein breitgefächertes Angebot von Zifferblättern für jeden Anlass und Geschmack und sehr viel Möglichkeiten Zifferblätter selbst zu gestalten.

Einige dieser Apps beinhalten eine komplette Sammlung von Zifferblättern, welche in einigen Fällen von Zeit zu Zeit erweitert werden.

Darüber hinaus existieren einige Apps zur komplett individuellen Gestaltung von Zifferblättern mit der Möglichkeit diverse Komplikationen zu integrieren.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁 #wpappbox

Links: → Store öffnen → Google-Suche
Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁 #wpappbox

Links: → Store öffnen → Google-Suche

Für diese Apps gibt es sehr aktive Communities in denen täglich mehrere dutzend neue Zifferblätter hinzukommen und ein Austausch zwischen den Gestaltern und den Nutzern stattfindet.

Meine Kreationen erstelle ich mit WatchMaker und sie sind auf der folgenden Website zu finden:

IOIO Watch Faces

10 Jahre Google Maps

Ich erinnere mich noch, dass ich vor Google Maps im Rahmen meines Umzugs nach Berlin im Jahre 2003 die DVD D-Sat 3D für Luftbilder und Talk Show als einen Streetview-Vorläufer zur Erkundung von Berlin nutzte. Dann kam das faszinierende und kostenlose Google Earth und später Google Maps. Das war echt eine Revolution, zumal die zuvor verfügbaren Online-Stadtkarten sehr mühsam zu bedienen waren und in den Ansichten meist auf eine beschränkt waren. Da war sogar die gute alte Papiervariante komfortabler.

Happy Birthday Google Maps!

GoogleMaps-10-Jahre
Quelle

 

Demoscene – The Art of Algorithms

Moleman 2 – Demoscene – The Art of the Algorithms (2012) from Moleman on Vimeo.

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Although existing art media have been transformed in the digital age, the advent of computers has brought new art forms into being. In the past, visual arts and music required both intellectual and physical skills, but in the present, computer programming permits people to make art just by using their minds. Moleman 2 presents a subculture of digital artists working with both new and old computing technology who push their machines to their limits.