MacOS X Lion Scrollrichtung unter Windows

Wer einen Mac ab OS X Lion mit zusätzlich installiertem Windows per Bootcamp nutzt vermisst eventuell in den Windows-Bootcamp-Einstellungen die Trackpad-Option die Scrollrichtung so einzustellen, wie sie unter Mac OS X Lion empfohlen wird.

Bootcamp: Fehlende Option für Scrollrichtung

Auch Windows 7 selbst lässt eine entsprechende Funktion missen – zumindest in der Systemsteuerung. Es ist jedoch, wie so oft, möglich die Registry zu nutzen, so dass man nicht auf zusätzliche Software angewiesen ist.

Zunächst sollte man die Hardware-ID des Apple-Trackpads herausfinden. Dies geht über den Geräte-Manager der Windows-Systemsteuerung. Das Trackpad hat den Namen „Apple Multitouch“ ohne den Zusatz „Mouse“.

Dann einfach Regedit starten (per Eingabe im Windows-Suchenfeld) und im Schlüssel „HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Enum\HID\…\…\Device Parameters“ (die ersten drei Punkte entsprechen der oben ermittelten Hardware-ID) den Wert zum Parameter „FlipFlopWheel“ von „0“ auf „1“ ändern.

Nach Neustart von Windows verhält sich dann das Trackpad so wie unter OS X gewohnt.

 

Profile mit Tasker und NFC-Aufgaben-Launcher

Ich nutze auf meinem Android-Smartphone sowohl den Tasker als auch NFC-Aufgaben-Launcher. Nähere Informationen über mein Setup finden sich im Artikel „Status meiner NFC-Tags„.

Da der NFC-Aufgaben-Launcher auch Tasks aus dem Tasker ausführen kann ist es sinnvoll das Zusammenspiel beider Programme aufeinander abzustimmen. Dazu empfehle ich das folgende Vorgehen:

  1. Zielgruppe der NFC-Tags bestimmen:
    1. Standard-Tags: Es gibt NFC-Tags, die dazu da sind, Daten und Informationen mit anderen Personen auszutauschen. Dies wäre z.B. eine vCard. Diese Tags sollten den Standard-Datenformaten entsprechen und nicht über plattformspezifische Tags realisiert werden. Diese Tags haben damit auch nichts mit Tasks zu tun, da sie keine Aufgaben, sondern reine Informationen enthalten. Nichtsdestotrotz lässt sich hiermit vieles realisieren, da auch das Datenformat „URI“ unterstützt wird. Die bekannteste Anwendung der URI ist die Unterart „URL„, um Websites aufzurufen. Mittels sogenannter „URI Schemes“ können aber auch andere Datenarten von anderen Programmen geöffnet werden. Das bekannteste Beispiel ist das Mailto-Schema, um ein E-Mail-Verfassungsdialog mit vorbelegtem Empfänger zu öffnen. Darüber hinaus gibt es auch Schemes, die vor allem auf Smartphones verbreitet sind wie z.B.: SMS, Skype, Facebook, etc. Es bleibt allerdings dem Betriebssystem des Smartphones bzw. den darauf installierten Apps überlassen, was mit den Daten passiert und ob diese überhaupt unterstützt werden. Je exotischer das URI-Schema ist, desto unwahrscheinlicher ist natürlich, dass es auf anderen Geräten funktioniert.
    2. Plattformspezifische Tags: Andere Tags beschränken sich auf Besitzer der gleichen Plattform, da Profileinstellungen bspw. für unterwegs oder daheim und ähnliches sehr plattformspezifisch sind. Dies bedeutet, dass sie bspw. nur mit Android nicht aber mit einem Blackberry oder Windows Phone funktionieren. Wer die gleiche Plattform nutzt, kann diese Tags dennoch nutzen, selbst wenn die dazu notwendige App noch nicht installiert sein sollte. Im letzteren Fall wird dem Betriebssystem nämlich mitgeteilt, welche App zur Verarbeitung der Daten notwendig ist und führt i.d.R. automatisch zur Download-Seite der entsprechenden App.
    3. Persönliche Tags: Weitere Tags sind nur auf den Ersteller selbst bezogen und sollen gar nicht von anderen Personen nutzbar sein. Diese Tags sind Tags, die nicht nur eine bestimmte App einer bestimmten Plattform erfordern, sondern auch eine Konfigurationsdatei, die sich lediglich auf dem jeweiligen Smartphone befinden. Dies sind bspw. Tasks aus Tasker, die per NFC-Aufgaben-Launcher aufgerufen werden.
  2. Trigger (= Auslöser) ermitteln:
    1. Für die Übermittlung von Standardinformationen ist der NFC-Standard als Tags oder direkt mittels Smartphone die einzig sinnvolle Übertragungsmöglichkeit. Zudem können unterstützend auch entsprechende QR-Codes ausgedruckt werden.
    2. Die Tasker-Tasks sind per se persönlich, da sie nur auf dem jeweiligen Smartphone eingerichtet sind und nur dort ausgeführt werden. Es ist sinnvoll, so viele Aufgaben wie möglich direkt im Tasker ohne Zuhilfenahme von NFC-Tags zu realisieren. Die Beurteilung, was hier sinnvoll ist und was nicht, liegt komplett bei einem selbst, da jeder seine eigene Art und Weise hat mit der Technik im Alltag umzugehen. Ich ermittle beispielsweise mein Büro- und mein Zuhause-Kontext einfach am Namen des jeweiligen W-LANs. Andere Nutzer tun dies lieber über Geo-Koordinaten oder über den Anschluss an einer Docking-Station, die nur an einem bestimmten Ort zum Einsatz kommt, oder anderem.
    3. Für alles andere sollten dann persönliche NFC-Tags eingesetzt werden. Um jedoch den Pflegeaufwand zu verringern und die Übersicht zu erhöhen, sollten hierzu möglichst Tasks aus dem Tasker verwendet werden. So sind alle Aufgaben gebündelt an einem Ort einsehbar und können sowohl vom Tasker selbst als auch über NFC-Tags genutzt werden. Der angenehme Nebeneffekt ist, dass die NFC-Tags weniger Daten beinhalten, so dass auch kleiner Tags genutzt oder andersherum betrachtet umfangreichere Tasks ausgeführt werden können.
    4. Natürlich sollte man den letzten Schritt relativieren, sofern es darum geht, dass keine persönlichen Tags eingesetzt werden sollen, damit sie auch von anderen Personen genutzt werden können. In diesem Fall ist es natürlich sehr wichtig auf Tasker-Tasks zu verzichten.
  3. Anpassung und Erweiterung:
    Erfahrungsgemäß verbringt man einige Stunden damit, seine Tasks und NFC-Tags optimal zu erstellen. Bis es danach zu weiteren Anpassungen und Erweiterungen kommt, vergehen i.d.R. ein paar Wochen oder Monate. Durch die vielen Abhängigkeiten ist es wichtig, dass man sich danach mit den Tags und Tasks zurechtfindet. Dies ist nur dann möglich, wenn man schon bei der Erstellung auf eine eindeutige Benennung und Anordnung der Tasks und Tags achtet. Zu diesem Zweck ist es auch sinnvoll von den Profil-Tabs Gebrauch zu machen. Natürlich spricht auch nichts dagegen, seine Tasks und Tags in einer Tabelle zu dokumentieren, um einen besseren Überblick zu bekommen und besser planen zu können.