Das große Berlinmodell

Das große Berlinmodell
In meinem Keller arbeite ich im Feierabend bis spät in die Nacht an meinem monströsen Berlinmodell. Detailarbeiten erfordern höchste Konzentration. Der gezeigte Abschnitt entstand innerhalb von etwas über 2 Jahren. In weiser Voraussicht hatte ich den Palast der Republik von vornherein als Ruine gebaut, so dass ich damit schon nach 3,5 Wochen fertig war. Mein letztes Teilprojekt, das DomAquarée, ist just fertig geworden. Einzig die Modelleisenbahn-Bäume habe ich nicht selbst zusammengebaut – nur ein wenig zurechtgestutzt und arrangiert …

Ein Jahr mit Flickr

Heute vor einem Jahr war ich zum ersten Mal auf der Fanmeile beim Public Viewing zu den Fußball-WM-Spielen: England gegen Portugal und Brasilien gegen Frankreich. Das war ein tolles Erlebnis und wider Erwarten kein Gedränge und sehr familienfreundlich. Heute sind die Spuren der WM verschwunden: kein Schwarz-Rot-Gold in den Straßen und die wunderbare Euphorie ist auch verblasst. Heute Abend flammte kurz das alte Feeling auf, als Giovane Elber und Isabel Edvardsson bei der RTL-Sendung „Let’s Dance“ zu Herbert Grönemeyers „Zeit dass sich was dreht“ und Sportfreunde Stillers „’54 ’74 ’90 2010“ mit Brasilien-Trikot und Deutschland-Top tanzten.

Damals fotografierte ich meinen Tag auf der Fanmeile und am Vortag auch meinen mit Deutschland-Flaggen beschmückten Fernseher:

Direkt nach der Rückkehr lud ich die Fotos in der Nacht bei Flickr hoch. Es war mein aller erster Upload bei Flickr – damals noch mit Free-Account, welcher 16 MB Uploads pro Monat erlaubte, was für die Fotos, welche ich mit meiner damaligen Digitalkamera mit 1,6 Mio. Megapixel Auflösung schoss, gerade noch ausreichte.

Diese Kamera ersetzte ich praktisch einige Wochen später durch mein SonyEricsson K800i – ein Handy, auf dessen Erscheinen ich extra wegen der integrierten Digitalkamera wartete. Die ersten Fotos mit dieser Kamera waren dann die Inhalte meines zweiten Uploads bei Flickr. Ich schoss immer mehr Fotos, welche mit 3,2 Megapixel auch bedeutend mehr Datenvolumen im Monat benötigten. So kaufte ich mir den Pro-Account direkt für 2 Jahre. Dieser erlaubte mir damals unvorstellbare 1 GB Uploads im Monat. Hauptgrund für den Pro-Account war nicht so sehr die Volumenbeschränkung des Free-Accounts, sondern die Begrenzung der Sets (Alben) auf drei.

DSC02352 Seit dieser Zeit gehört Flickr zu meinem täglichen Online-Leben. Flickr ist in meinen Augen nach wie vor die Web-2.0-Anwendung schlechthin. Und dies ist auch heute, nach dem „Zensur“-Vorwurf vieler User, immer noch so.

Ich war bei der wunderbaren Launch-Party von Flickr dabei. Es war die weltweit erste Party zum Launch der neuen Sprachversionen von Flickr und der entsprechenden rechtlichen Anpassung, welche zur Zensurkritik führte. Ich bin der Meinung, dass es schwierig ist bei so einer offenen Plattform wie Flickr den Jugendschutz- und Datenschutzbestimmungen der diversen Länder zu entsprechen. Ich kann sowohl die Kritik, als auch die notwendige Klassifikation von Flickr-Accounts verstehen. Ich bin davon überzeugt, dass Flickr eine andere Methode zur Wahrung der rechtlichen Rahmen einführen wird, sobald sich ein praktikabler Weg ergibt. Konstruktive Kritik ist hier sehr angebracht, zumal das Flickr-Team im Gegensatz zu vielen anderen einen intensiven Dialog mit ihrer Community führt.

24 Stunden Flickr in Berlin 24 hours of Flickr in Berlin 019 Dadurch, dass es sich um die erste Launch-Party handelte, wusste ich zum Zeitpunkt der Party leider nichts über die Account-Klassifikation und ihre Folgen, sonst hätte ich die Community-Managerin Heather Champ oder die Mitarbeiterin Tara Kirchner oder Kakul Srivastava in unserem Gespräch sicherlich darauf angesprochen.

Es waren übrigens sehr herzliche, angenehme und aufschlussreiche Gespräche. Bemerkenswert fand ich, wie offen die Flickr-Manager auf die Anwesenden zugingen und alle persönlich herzlich willkommen hießen und das Gespräch suchten. Ich konnte viele Kritikpunkte anbringen und vieles Hinterfragen. Es sind wirklich sehr liebe, intelligente Leute und ich kann mir gut vorstellen, dass die Arbeit bei Flickr unheimlich Spaß machen muss. Dafür spricht auch die Organisation der tollen Party mit fantastischem Ambiente, freien Drinks und Häppchen, guter Musik und noch besserer Stimmung. Sehr liebevoll waren auch die Geschenke: Ein Polaroid-Foto auf Flickr-Papier bei der Ankunft, das Buch zur Gruppe 24-Stunden Flickr, ein praktisches Linsenreinigungsledertuch im Flickr-Täschchen, ein Flickr-T-Shirt zum Launch, Sticker, Autoaufkleber und Buttons.

Lele Dainesi No Flickr zieht natürlich auch ein interessantes Publikum an. So sprach ich z.B. kurz mit dem Plazes-Gründer Stefan Kellner und einem seiner ersten Programmierer, dessen Namen mir leider entfallen ist. Zusammen mit meinen Arbeitskollegen sprach ich auch den italienischen Journalisten Lene Dainesi, der extra wegen der Veranstaltung angereist war.

24 hours of Flickr in Berlin 066 Daniel Brühl war auch auf der Party. Ich hatte ihn aber nicht erkannt und gesprochen, aber Tim Lehmann hat ihn fotografiert. Und wer weiss, wer noch alles da war …

24 hours of Flickr in Berlin 099 DSC02449 Übrigens lernte ich Tim Lehmann erst nach der Veranstaltung auf dem Heimweg im Bus kennen. Wir erkannten uns an dem ganzen Flickr-Zeugs und kamen ins Gespräch, was die Heimfahrt angenehm kürzer erschienen ließ.

Mittlerweile habe ich exakt 6900 Fotos in meinem Flickr-Photostream und ich bin froh über die mittlerweile unbegrenzte Uploadmenge, welche ich für meine Sony Alpha A100 mit Ihren 10,2 Megapixeln auch dringend brauche. Ich benutze Flickr übrigens als Online-Backup-Archiv aller Fotos, die ich schieße. Ich lade also wirklich jedes einzelne Foto unabhängig von der Qualität des Fotos hoch. Mir interessant erscheinende Fotos stelle ich in meiner Galerie aus. Freunde und Familienmitglieder sehen viel mehr Fotos meines Streams. Ich veröffentliche Fotos von Personen nur von Massenveranstaltungen. Privatfotos bleiben solange privat, bis ich eine Erlaubnis zur Veröffentlichung habe. So bleiben die meisten meiner Fotos der Öffentlichkeit vorenthalten.

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