Tipps für Android-Einsteiger #0: Absolute Beginner

Ich wurde kürzlich gefragt, ob ich nicht eine Anleitung für absolute Smartphone- und Android-Einsteiger kennen würde.

Ich bin bei der Recherche auf die Einsteigerserie von Android TV gestoßen, die ich absoluten Einsteiger empfehlen möchte.

Hier ist die Folge, die als Einstieg empfehle:

Die weiteren Folgend findet ihr in dieser Playlist:

Tipps für Android-Einsteiger #3: Welches Smartphone?

Android Momentum

Jetzt ist er endlich da! Mein Artikel zum Thema Smartphone- bzw. Tablet-Kauf im Android-Markt. Eigentlich sollte dies der erste Artikel meiner Serie werden, denn es ist tatsächlich auch der erste Artikel, den ich anfing zu schreiben. Er war jedoch so aufwändig, dass er nun erst als drittes in der Serie erscheint. Puh! Das war echt eine schwere Geburt – ich hoffe, es hat sich gelohnt.

Es gibt diverse Gründe sich für ein bestimmtes Android-Smartphone zu entscheiden. Die Gründe sind schon alleine wegen des vielfältigen Angebots an Android-Smartphones so divers. Es gibt Geräte in allen Preissegmenten, mit verschiedenen Schwerpunkten, wie Outdoor, Kamera, Akkulaufzeit, Spiele, Produktivität, Kreativität, Musik, Entertainment und sogar Tablets als Kochbuchersatz, uvm. Hinzu kommen noch einige sehr spezielle Geräte, wie Armbanduhren, Spielkonsolen, TV-Set-Top-Boxen, usw. Nicht zuletzt läuft auch das kommende Google Glass und Chromecast mit dem Android-Betriebssystem.

Dies liegt vor allen Dingen daran, dass Android als offenes System von jedem Entwickler genutzt und angepasst werden kann. Dies führt zu einer Vielfalt von Geräten, aber auch zu einer sehr fragmentierten Situation bezüglich veralteter Versionen von Android.

Es kann also sehr schwer sein, eine gute Kaufentscheidung zu treffen, da die Vielfalt und Fragmentierung viele zu berücksichtigende Kriterien mit sich bringen zwischen denen der Käufer abwägen muss. Kompromisse sind in vielen Fällen leider nicht zu vermeiden, denn auch die meisten Highend-Geräte stellen einen Kompromiss dar, wenn es bspw. um die Akkulaufzeit geht. Highend-Smartphones normaler Größe benötigen aufgrund der leistungsfähigen Hardware mehr Strom als Low-Cost-Geräte mit geringer Leistung und mäßigen Displays. Der Kompromiss könnte sein, sich einen zusätzlichen Akku zu kaufen, sofern das Smartphone dies zulässt oder ein schwächeres Gerät, falls die Akkulaufzeit in Kombination mit einem geringerem Preis der ausschlaggebende Faktor ist.

Dieses kleine Beispiel zur Akkulaufzeit zeigt die Problematik der schwierigen Kaufentscheidung auf. Ich empfehle die Bestenliste der Fachzeitschrift connect, um zumindest die Auswahl schneller und besser einengen zu können. Nach meiner Einschätzung testet die Redaktion sehr objektiv und die Bestenliste ist somit sehr hilfreich und realistisch. (Dies ist übrigens meine unabhängige und ungesponsorte Meinung.)

Die Bestenliste hilft, wenn schon eine gewisse Vorstellung über das Smartphone besteht. Die folgenden Kriterien sind abzuwägen, um ein grobes Bild zu erhalten:

Akkulaufzeit
hängt ab von der Art und Intensität der Nutzung. Viel Energie kostet bspw.: im Web surfen, Videos anschauen, filmen, lange spielen (vor allem in 3D), lange telefonieren.
Gegenmaßnahmen: Docking-Station zu Hause und im Büro, Zweitakku für Smartphones mit wechselbaren Akkus, Aufladeakku für abends unterwegs für Smartphones mit festverbautem Akku, Energiesparmodus mit geringer Displayhelligkeit und Ausschaltung nicht-benötigter Funktionen (z.B. Synchronisierung, Bluetooth, W-LAN, UMTS, etc.).
Robustheit
Die meisten klassischen Handys hatten den entscheidenden Vorteil, sehr unempfindlich vor Stürzen zu sein. Heutige Smartphones sind da im Vergleich größtenteils fast schon wie rohe Eier zu behandeln. Aber auch hier gibt es Unterschiede. Sony wirbt derzeit mit seinen wasserdichten Gehäusen und Samsung und Motorola bieten stoßfeste Outdoor-Smartphones an.
Gegenmaßnahmen: Vorsichtig sein; guten Bumper oder Etui kaufen; ggf. Displayfolie nutzen; falls nötig, Gehäuse für extremere Belastung kaufen. Übrigens: Oftmals wird angenommen, dass das sogenannte Gorilla-Glass unverwüstlich sei. Dies ist falsch. Es kann durch einen ungünstigen Sturz auch Sprünge oder Risse bekommen. Es ist Glas, aber dafür, dass es so unheimlich dünn ist, ist es unglaublich stabil und kratzfest. So kommt es nur bei ungünstigen Stürzen zu Rissen, welche zudem in ihrem weiteren Wachstum stark unterdrückt werden. In robusten Outdoor-Smartphones wird häufig auf Kunststoff fürs Display gesetzt – dies ist nicht ganz so edel und die Bildqualität wird im Vergleich auch reduziert, führt aber zu deutlich unempfindlicheren Displays.
Geschwindigkeit der Datenübertragung
Es ist meistens sinnvoll das Smartphone mit einem geschützten W-LAN-Hotspot zu verbinden (Vorsicht bei offenen Hotspots vor Datenmissbrauch!), um Kosten bzw. Datenvolumen zu sparen und eine gute Geschwindigkeit zu nutzen. Für normale Anwendungen ist jedes Smartphone mit einer ausreichenden W-LAN-Antenne ausgestattet. Wer Wert auf Geschwindigkeit legt, sollte den modernsten Standard wählen (802.11a/b/g/n). In allen anderen Fällen ist eine passende Mobilfunkverbindung nötig. Hier ist Smartphone-seitig zu entscheiden, ob es ein LTE-Smartphone sein soll. Der LTE-Standard ist jedoch stark an die Mobilfunk-Provider gebunden – im Vorfeld sollte also untersucht werden, ob das Gerät mit dem gewünschten Provider überhaupt funktioniert. Auch im Ausland werden andere Frequenzen für LTE genutzt. Es kann also gut passieren, das LTE im Ausland trotz LTE-Smartphone nicht funktioniert. Es gibt erste Smartphones mit Dual-Mode-LTE. Ein weiterer Aspekt ist der Netzausbau. Auch wer kein LTE benötigt, sollte bei HSDPA+ darauf achten, wie weit der Ausbau des Netzes in den üblichen Aufenthaltsorten ist. Eine gute Übersicht über die Mobilfunktnetze bietet OpenSignal. Darüber hinaus sollte man wissen, dass die Billiganbieter innerhalb der vier Netze i.d.R. niedriger priorisiert werden. Hinweis: Die Fachzeitschrift connect testet von Zeit zu Zeit die Qualität der deutschen Netze.
Provider-Gerät vs. ungebrandetem Gerät
Die Mobilfunk-Provider bieten Smartphones an, die an einen Vertrag gebunden sind. Diese werden, ähnlich einer Ratenzahlung, mit dem Vertrag abgezahlt. Die ungebrandeten Geräte sind im Handel erhältlich und sind unterm Strich i.d.R. günstiger als die Vetrags-Smartphones. Bezüglich Android gibt es aus meiner Sicht zwei Gegenargumente zu Provider-Geräten: 1. sie enthalten häufig unnütze Apps der Provider, die sich nicht deinstallieren lassen (sog. Bloatware) und 2. bei vorhandenen Aktualisierungen von Android, erhalten die Provider-Geräte erst viel später das Update, da die Provider noch ihre Bloatware einspielen müssen und weitere Anpassungen vornehmen. Aus meiner Sicht werden auch einige Geräte durch das aufgebrachte Logo des Providers regelrecht verschandelt. Im Service-Fall kann es jedoch sein, dass es als Vertragskunde eine bessere Unterstützung gibt, als von einem Händler oder dem Hersteller. Ich empfehle bei Smartphones über eine Zusatzversicherung nachzudenken, da Smartphones i.d.R. sehr kratzer- und rissanfällig und bei Dieben begehrt sind. Hier muss natürlich abgewogen werden, ob die laufenden Versicherungen (bspw. Hausratsversicherung) nicht bereits ausreichen, um sich nicht überzuversichern.
Nexus oder anderes Android?
Google hat ein Lizenzprogramm namens “Nexus” mit dem es Google möglich ist, Smartphones zu vertreiben, die Android in der reinsten Form nach Vorstellung von Google enthalten. Andere Android-Smartphones enthalten i.d.R. angepasste Versionen von Android, da die Hersteller ihr eigenes Ökosystem aufbauen möchten, um die Kunden an sich zu binden und sich von den anderen Android-Smartphone-Herstellern zu unterscheiden. Natürlich ist das Betriebssystem in den Nexus-Geräten somit auch in-sich stimmig. Es gibt jedoch im Grunde nur die Auswahl einer bestimmten Smartphone-Größe und hat keine weitere Wahlmöglichkeit.
Vor über einem Jahr war ich noch eher skeptisch bezüglich der Anpassungen der diversen Hersteller, jedoch hat bspw. Samsung auf der Software-Seite seit dem Samsung Galaxy S3 einen riesigen Sprung mit seinem TouchWiz UI gemacht und bietet Anpassungen an, die sehr innovativ und häufig gelungen sind. Störend ist lediglich, dass Samsung, HTC, LG, Sony und viele andere Hersteller, zu ihren eigenen Anpassungen auch eine eigene Gestaltung der Prinzipien der Bedienungsoberflächen umgesetzt haben, und somit die originären Teile von Android anders aussehen und zu bedienen sind als die angepassten. Die Hersteller ersetzen i.d.R. die Apps zur Kamera, Galerie, Kalender, Kontakte, Telefon, E-Mail, Uhr, Wecker und ergänzen das App-Angebot um ihre eigenen App-Shops und weiteren Apps. Letzteres sind i.d.R. eher als Bloatware einzustufen, da sie häufig nicht genutzt werden, aber nicht deinstalliert werden können und so unnötig Ressourcen verbrauchen.
Zusätzlich zum Nexus-Programm bieten einige Hersteller in Kooperation mit Google neuerdings auch die “Google Play Edition” an. Das sind Smartphones, die normalerweise mit einer eigenen Android-Variante des jeweiligen Herstellers ausgeliefert werden, in der Google-Play-Edition wird stattdessen jedoch das pure Android ohne die sonst üblichen Zusätze ausgeliefert. Diese Smartphones werden zusammen mit den Nexus-Geräten auch über Google Play vertrieben.
Das neue MotoX, welches seit der Übernahme durch Google von Grund auf neu entwickelt wurde, ist das erste Motorola-Smartphone. Dieses enthält kein pures Android, wie bei den Nexus oder Google-Play-Edition-Geräten. Es enthält eine Art erweitertes Android, welches sich jedoch so anfühlt wie das pure Android.
Donat, Eclair, Froyo, Gingerbread, Honeycomb, Ice Cream Sandwich, Jelly Bean, Kitkat – was ist das!?
Google gibt den verschiedenen Hauptversionen von Android Namen von Süßigkeiten in alphabetischer Reihenfolge. Zur Zeit sind noch Gingerbread (= Android 2.3), Ice Cream Sandwich (= Android 4.0) und Jelly Bean (= Android 4.1 und 4.2) verbreitet. Generell sollte das System möglichst aktuell sein. Android 2.3 bzw. alles unterhalb von Android 4 sollte möglichst nicht mehr erworben werden. Hier kann es nur ganz spezielle Sonderfälle geben, wie bspw. ein Gerät zu dem es noch kein Nachfolgegerät gibt, die einen Kauf rechtfertigen. Wer im Internet zu den Geräten recherchiert, sollte darauf achten, dass es einige Geräte gibt, die zu Anfang zwar mit Android 2.3 ausgeliefert wurden, mittlerweile aber mindestens auf 4.0 aktualisierbar sind und als Neugeräte auch entsprechend aktualisiert in den Regalen der Händler stehen. Ein Beispiel dazu ist das Samsung Galaxy S2.
Übrigens ist die Aktualisierungspolitik der Android-Versionen in Geschwindigkeit und Dauer bei den Herstellern recht unterschiedlich. Tendenziell lässt sich sagen, dass die High-End-Geräte priorisiert unterstützt werden, was die Käufer allerdings für die relativ hohen Anschaffungskosten auch erwarten dürfen. So erhalten diese Geräte als erstes Updates vom jeweiligen Hersteller. Auch rückwirkend bekommen diese Geräte über mehrere Jahre die neueste Android-Version, sofern es die Hardwareausstattung zulässt. Zudem möchten die Hersteller mit ihren Top-Smartphones auch mit dem iPhone konkurrieren, bei dem Apple ausgesprochen lange für Aktualisierungen sorgt.
Am besten ist man natürlich mit den Nexus-Geräten versorgt, wenn es um Aktualität des Android OS geht. Wer also Wert darauf legt, die neusten Fähigkeiten von Android nutzen zu können, und auf die Ergänzungen der anderen Hersteller für die Nicht-Nexus-Geräte verzichten kann, sollte diesen Aspekt beachten.
Ist das Tablet von Amazon mit Android ausgestattet?
Als frei-nutzbares Betriebssystem wird Android OS auch als Basis für Eigenentwicklungen von Herstellern genutzt. So hat Amazon für seine “Kindle Fire”-Reihe Android als Grundlage für das eigene Fire OS genommen. Für einen Laien ist der feine Unterschied dieser Art der Anpassung zu der Art der Anpassung durch Samsung, HTC, Sony und den anderen Herstellern nicht gut nachzuvollziehen. Vereinfacht kann man sagen, dass die üblichen Anpassungen, übertragen auf die Metapher einer Torte, die Dekoration der Torte ist, während die Anpassungen von Amazon am Teig und der Dekoration vorgenommen werden.
Aus diesem Grund trägt das Betriebsystem auch nicht den Namen Android OS, da es streng genommen kein Android OS mehr ist, dennoch funktionieren so gut wie alle Android-Apps auf dem Kindle Fire.
Die erste Version von Fire OS, welche im Kindle Fire zum Einsatz kommt, basiert auf Android 2.3 und hat somit eine veraltete Basis. Ab der zweiten Version wird Android 4 als Grundlage genutzt. In Bezug auf Android ist als das Kindle Fire HD und Kindle Fire HDX zu bevorzugen.
Ein weiterer sehr wichtiger Unterschied ist, dass die einzige Bezugsquelle für Apps und andere Inhalte ausschließlich der Amazon-Shop ist. Google Play ist auf diesen Geräten nicht verfügbar. Es würde ja letztlich auch die Strategie Amazons unterwandern einen Konkurrenz-Shop zu integrieren.
Der Amazon-App-Shop ist ein eigener App-Shop und hat somit auch ein eigenes, eher auf Unterhaltung ausgerichtetes, Sortiment, welches sich durch den sonst übliche Shop Google Play unterscheidet. Generell ist in fast allen Belangen Google Play besser, da es ein sehr viel umfangreicheres Sortiment aufweist und die Apps in der Regel auch auf einem aktuelleren Stand sind. Eine Besonderheit des Amazon-App-Shops ist die Gratis-App des Tages. Zudem unterscheiden sich die beiden Shops auch preislich und in den Zahlungsmethoden.
Der Amazon-App-Shop lässt sich auf allen Geräten (auch denen, die nicht von Amazon sind) nachträglich installieren, so dass Nutzer, die kein Amazon-Gerät nutzen, beide Shops nutzen können. Kindle-Nutzer sind auf den Amazon-App-Shop beschränkt.
Größe des Gehäuses
Im Android-Markt gibt es von kleinen 3″-Displays bis zu Tablets mit über 10″.
Als Beispiel die Größen der Samsung-Galaxy-Reihe:
Does Samsung make too many phones?
Ich vergleiche die Größe der Smartphones ganz gerne mit Heft- und Buchformaten: vom Notizblock, über Taschenkalender, Taschenbuch bis hin zu Kunst- und Fotobüchern. Ähnlich, wie bei den Büchern, sind auch die Smartphones in ihren diversen Größen verschieden gut zu transportieren und handzuhaben. Ich hatte mal ein Samsung Galaxy Note 2 mit 5,5″ großem Display und fand es erstaunlich, dass es in die meisten meiner Taschen passte. Neben der Transportfähigkeit ist die Größe natürlich auch zum Betrachten entscheidend. Dies hängt stark davon ab, ob man bspw. im ICE Kinofilme schauen möchte oder gerne größere Schrift lesen möchte, etc. Da das Display auch für die Bedienung entscheidend ist, ist die Frage, ob jemand mit relativ kleinen Händen mit großen Displays gut zurecht kommt und es großteils einhändig bedienbar ist. Es ist übrigens wichtig anzumerken, dass die Android-Smartphones im Gegensatz zu iPhones die sehr häufig gebrauchte Zurück-Funktion am unteren Displayrand platziert haben, und so die Bedienung der Smartphones hauptsächlich im unteren Bereich des Displays stattfindet. Dies funktioniert einhändig auch bei riesigen Smartphones sehr gut. Darüber hinaus sollte man sich das Smartphone so einrichten, dass häufig genutzte Apps und Widgets an gut erreichbaren Stellen platziert sind.
http://www.lukew.com/ff/entry.asp?1649
Bedienbarkeit von Smartphone-Touchscreens mit dem Daumen. Quelle: LukeW
Ich empfehle die potentiellen Smartphones in die Hand zu nehmen und auszuprobieren. Dabei kann man auch einen Eindruck über das Gewicht, den Schwerpunkt und die materielle Beschaffenheit des Smartphones gewinnen.
Display
Neben der Größe des Displays (s. Gehäusegröße) sind auch weitere Qualitäten, wie Schärfe, Helligkeit, Farbraum, Farbtreue und Kontraststärke wichtig. Die Wahl hängt vor allem davon ab, welchen Anspruch man selbst daran hat.
Wer viel tagsüber im Sommer im Freien unterwegs ist und dabei sein Smartphone nutzen möchte ohne extra in den Schatten zu rennen, sollte vor allem darauf achten, ob auf dem Display alles hinreichend gut zu erkennen ist. Dies hängt vor allem von der Spiegelung und der Helligkeit des Displays ab, aber auch die Kontraststärke kann entscheidend sein. Je heller ein Display ist, desto mehr Energie wird verbraucht. Aus diesem Grund lässt sich die Helligkeit auch reduzieren, was man möglichst immer nutzen sollte, um die Akkulaufzeit zu erhöhen.
Beim Lesen im Dunkeln ist es im Gegensatz zur Nutzung unter der Sonne wichtg, dass das Display nicht zu grell wirkt.
Aus technischen Gründen, ist die Kontraststärke von OLED (also auch AMOLED) zwar unschlagbar gut, jedoch ist die Helligkeit und die Farbtreue eher schlecht auch wenn dies von Generation zu Generation besser wird. Nutzer mit hohen Ansprüchen an die Farbtreue sollten also eher Abstand von OLED nehmen. Ich selbst bin vom Kontrast und dem tiefen Schwarz von OLED angetan, so dass ich gerne OLED’s nutze. OLED kommt nämlich ohne Hintergrundbeleuchtung aus, da die Pixel von sich aus leuchten, was nebenbei auch Energie spart. Die Hintergrundbeleuchtung anderer Displays führt zu hellerem Schwarz und Streulicht im Dunkeln.
Die Schärfe wird vor allem durch die Pixeldichte erreicht. Ab einer bestimmten Dichte, sind die einzelnen Bildpunkte bzw. Pixel mit bloßem Auge bei normaler Entfernung nicht mehr zu erkennen. Dies nennt Apple “Retina”. Im Android-Bereich wird diese Grenze sogar in den aktuellen High-End-Geräten überschritten. Auch hier sollte man lieber seinen eigenen Augen trauen und sich die Displays unabhängig von Blog-Kommentaren zu diesem Thema in Natura ansehen.
Kamera
So gut wie jedes Smartphone und Tablet enthält eine Front- und eine Rückkamera. Einige Tablets sind lediglich mit einer Frontkamera ausgestattet.
Die Frontkamera entspricht der WebCam bei Computern und dient vor allem der Videotelefonie. Darüberhinaus eignet sie sich natürlich auch für Selbstportraits. Sie ist meist mit einer relativ niedrigen Auflösung ausgestattet und nicht so sehr auf hochwertige Bildqualität ausgelegt.
Die Rückkamera ist die eigentliche Foto- und Videokamera und ersetzt immer häufiger eine “richtige” Kompaktkamera und mit den Kameras der Highend-Smartphones können schon längst hochwertigere Fotos gemacht werden als einfach Schnappschüsse, obgleich diese wohl die Hauptanwendung sein dürften. Und Schnappschüsse werden häufig in Innenräumen gemacht, so dass es entweder auf die Lichtstärke des Kamerasensors oder auf ein gutes Foto- bzw. Blitzlicht ankommt.
Samsung Galaxy S4 Familie
Letztlich ist es eine Frage des Anspruchs an die Fotos, die man mit dem Smartphone machen möchte. Ich würde nicht zu sehr auf die Anzahl der Pixel (vgl. 6megapixel) achten, sondern eher auf die Lichtstärke und die Lichtstärke des Objektivs und Sensors achten.
Ambitioniertere Fotografen, die also auch wenn sie ihre Spiegelreflexkamera zu Hause liegen gelassen haben sollten, spontan gute Fotos machen möchten, sollten natürlich eher zu einem High-End-Smartphone oder Kamera-Smartphone mit optischem Zoomobjektiv greifen. Klar ist, dass sich dies in einem höheren Preis niederschlägt – andererseits spart man sich u.U. eine gesonderte Sucherkamera. Es gibt gerade in letzter Zeit Smartphones, die eine besondere Aufbereitung von Nachtaufnahmen bieten.
Wer Videos drehen möchte sollte sich ähnliche Gedanken wie zur Fotokamera machen. Darüber hinaus spielt natürlich eine Bildstabilisierung und die Aufnahmequalität des Mikrophons je nach eigenem Anspruch eine große Rolle. Wer seine Aufnahmen auch auf dem heimischen Full-HD-Fernseher genießen möchte, sollte auf eine entsprechende Auflösung bei der Videoaufnahme achten.
Je höher die Auflösung der Videos und Fotos, desto mehr Speicherplatz wird benötigt. Ambitionierte Fotografen, oder Leute, die ihr Smartphone auch im Urlaub als Kamera einsetzen möchten, sollten ein Smartphone mit SD-Karten-Slot nutzen, da der SD-Kartenspeicher zum einen preislich günstiger ist als interner Smartphone-Speicher und zum anderen leicht durch weitere SD-Karten ersetzt werden kann. Gerade für diese Ansprüche sollte man nicht nur auf die Kapazität der SD-Karte achten, sondern auch auf die Datenübertragungsgeschwindigkeit, damit Serienaufnahmen von hochauflösenden Bildern und Full-HD-Videos unproblematisch und ohne Wartezeiten gespeichert werden können. Einige Smartphones unterstützen besonders schnelle Übertragungen im SDHC- oder sogar SDXC-Standard und diese können nur durch eine entsprechend-schnelle SD-Karte ausgenutzt werden.
Klang
Ein Smartphone ist erstaunlicherweise auch zum Telefonieren gedacht. Hier spielt die Qualität der Lautsprecher und des Mikrofons mit einer guten Verbindungsqualität des Empfängers und der Antenne die entscheidende Rolle.
Highend-Smartphones besitzen ein gesondertes Mikrophon zur Nebengeräuschunterdrückung. Dieses nimmt die Umgebungsgeräusche auf, um sie aus der Tonquelle des Sprechmikrofons herauszufiltern und so eine verbesserte Sprachqualität zu ermöglichen.
Zur Freisprechfunktion und als Lautsprecher zum Lauthören von Musik, Videos, Podcasts und Radio sind so gut wie alle Smartphones mit einem solchen Lautsprecher ausgestattet. Den derzeit besten Klang bietet das HTC One mit frontseitigen Stereolautsprechern.
Boomsound
Boomsound
Die Qualität der Headsets ist auch eher bei Highend-Smartphones gut und sollte bei den günstigeren modellen ggf. durch ein besseres ersetzt werden.
Speicherkapazität
Frische Einsteiger können evtl. nicht gut einschätzen, welche Speicherkapazitäten sie benötigen. Zunächst sind drei verschiedene Speicher zu unterscheiden: Arbeitsspeicher bzw. RAM, interner (Flash-)Speicher und externer Speicher. Generell kann man aus meiner Sicht nie genug Speicher haben. Es ist letztlich immer eine Angebots- und Kostenfrage.
Der Arbeitsspeicher spielt bei einem Multitasking-Betriebssystem, wie Android, eine wichtige Rolle. Viele Smartphones sind mit 1 GB ausgestattet, was generell ausreicht. Wer viele Apps installieren möchte, sollte eher zu einem 2-GB-Modell greifen – so wird bspw. vermieden, dass immer wieder Apps, die im Hintergrund laufen, vom System beendet und wieder neu gestartet werden, wodurch Wartezeiten entstehen.
Wer noch keine Erfahrung hat, ob er viele Apps installieren wird, sollte ggf. überlegen, wie er mit dem eigenen Computer umgeht. Sollte er viel im Web surfen und, abgesehen von Spielen, wenig Programme installieren, so wird er vielleicht auch nicht all zu viele Apps installieren. Sollte er jedoch immer wieder neue Programme installieren, ausprobieren und seinen Computer personalisieren, so ist zu vermuten, dass er auch viele Apps installieren und ausprobieren wird. Der interne Speicher ist vor allem wichtig, wenn man viele Apps installieren möchte. Es ist mit Android zwar möglich, Apps auf eine SD-Karte auszulagern, jedoch ist dazu 1. ein Smartphone mit SD-Karten-Slot und Karte notwendig und 2. muss der Nutzer sich in den Einstellungen des Systems zurechtfinden und 3. neigen ausgelagerte Apps nach meiner Erfahrung dazu häufiger abzustürzen.
Der externe Speicher steht nur einigen Smartphones zur Verfügung, nämlich denen, die einen SD-Card-Slot anbieten. Hier können, je nach unterstütztem Standard 16, 32 oder 64 GB per SD-Karte nachgerüstet werden, was sich vor allem für Mediendaten, wie Musik und Videos sehr gut eignet, um den wertvollen internen Speicher zu entlasten. Zudem können Daten auf die externe SD-Karte gesichert werden und mit anderen Geräten getauscht werden. Wer vor hat, viel zu fotografieren und filmen und keine Lust hat seine Galerien ständig wo anders zu sichern, um den Speicher wieder frei zu machen, sollte entweder auf einen großen internen Speicher achten oder, was oft kostengünstiger ist, auf ein Gerät mit SD-Karten-Slot. Bei einigen Smartphones wird auch Cloud-Speicher für eine begrenzte Zeit zur Verfügung gestellt (Bsp.: mir ist dies bislang vom Samsung Galaxy S3 und Note 2 mit 50 GB für 2 Jahre bei Dropbox bekannt.)
Leistung
Mit Leistung ist vor allem die Rechenleistung des Gerätes gemeint: Also die Leistung des Haupt- und des Grafikprozessors. Je mehr Leistung ein Gerät hat, desto unproblematischer funktionieren Apps und desto hochwertiger sehen Spiele aus, aber desto höher ist i.d.R. auch der Energiebedarf, was zu einer geringeren Akkulaufzeit führt. Leistungsbedarf kommt auch aus den Anforderungen der anderen technischen Komponenten zustande. Dies betrifft vor allem das Display und die Videokamera. Ein Full-HD-Display muss mit mehr Daten befüllt werden, was dazu führt, das mehr Leistung notwendig ist.
Für Nutzer, die auf aufwändige 3D-Spiele stehen, ist der Leitungsaspekt wichtig. Wer eher wenige Apps installiert, telefoniert, Nachrichten schreibt und Puzzle-Spiele spielt, braucht nicht unbedingt so viel Leistung. Dazwischen stehen Nutzer, die anspruchsvoller sind und viele Funktionen ihres Smartphones nutzen.
NFC und Bluetooth
NFCEine besondere Funktion von einigen Android-Geräten ist NFC (Near Field Communication). Mittels dieser Funktion ist es beispielsweise möglich einfach und schnell Fotos, Videos, Webseiten, Apps, GoogleMap-Kartenausschnitte und einiges mehr mit anderen NFC-Nutzern auszutauschen, indem man die beiden Geräte Rücken an Rücken hält und die Übertragung schnell bestätigt. Dies funktioniert übrigens nicht nur mit anderen Android-Geräten, sondern z.B. auch mit Blackberry Z10.
Einige Peripheriegeräte (insb. Bluetooth-Lautsprecher und einige Drucker) bieten die Möglichkeit eine einfache Kopplung mit ihnen und dem Smartphone bzw. Tablet per kurzem Dranhalten herzustellen.
Wer einen Schritt weiter gehen möchte, kann mittels NFC-Tags eigene NFC-Aktionen definieren und so bspw. seine TV-Programm-App starten lassen, sobald man das Smartphone an die Fernbedienung dranhält. Zu diesem Thema habe ich in meinem Weblog bereits einen Artikel geschrieben.
Bluetooth Smart ReadyEine ähnliche Technologie stellt Bluetooth Smart dar, welches in den neusten Generationen der Highend-Smartphones, auch bezeichnet als Bluetooth LE (Low Energy) oder Bluetooth 4.0, eingesetzt wird. Dieses dient vor allem dazu, Peripheriegeräte und Zubehör miteinander komfortabel zu koppeln. Dies sind zur Zeit vor allem Fitness-Messgeräte wie bspw. Pulsmessbänder und -uhren.
Sowohl für Bluetooth Smart als auch NFC wird auch an Bezahlsystemen gearbeitet. Das bekannteste System in Deutschland ist in einigen Bahnstrecken das Touch&Travel-System, welches Ticketkäufe mittels NFC ermöglicht. In Zukunft wird das ein oder andere System vielleicht auch im Supermarkt und an anderen Orten eingeführt. Nach dem Ist-Stand spielen beide Technologien fürs Bezahlen praktisch noch keine entscheidende Rolle und stellt somit auch kein Kaufargument zu diesem Zweck dar.
Sensoren und weitere Eigenschaften
Die Sensoren sind neben dem Touchscreen und der Funktechnologie die herausragendsten Bestandteile von Smartphones und Tablets. Für grundlegende Anwendungen sind so gut wie alle Smartphones ausreichend mit Sensoren ausgestattet. Im folgenden erläutere ich sie, so dass sich jeder selbst ein Bild darüber machen kann, ob der ein oder andere besondere Sensor für ihn wichtig ist:
  • GPS-Sensor:
    Mittels des GPS-Sensors ist es unter freiem Himmel möglich das Gerät (und damit sich selbst) auf wenige Meter genau orten zu lassen. Einige Smartphones nutzen nicht nur die amerikanischen GPS-Satelliten, sondern auch die russischen Satelliten von GLONASS, wodurch die Genauigkeit und Geschwindigkeit der Ortung erhöht wird. Als weitere Geschwindigkeitssteigerung der Ortung sind einige Geräte mit einem Barometer ausgestattet.
  • Barometer:
    Die Hauptanwendung des Barometers ist die beschleunigte Ortung bei GPS-Einsatz (s.o.). Das Gerät erhält durch den Barometer Hinweise über die Höhe und kann so schneller die Satelliten zur eigentlichen Ortung finden.
    Eine weitere Anwendung ist die klassische eines Barometers. Einige Wetter-Apps unterstützen den Sensor und zeigen den darüber ermittelten Luftdruck an.
    Dieser Sensor ist nur in einigen Geräten vorhanden.
  • Beschleunigungssensor (Accelerator):
    Der Beschleunigungssensor nimmt die Beschleunigung des Geräts in allen drei Raumachsen auf. So können einige Apps bspw. auf ein Schütteln des Smartphones reagieren, um Inhalte zu aktualisieren. Auch Apps, wie Bump, die mittels Anstubsen eines anderen Smartphones Daten überträgt, nutzen hauptsächlich diesen Sensor als Grundlage. Darüber hinaus nutzen einige Spiele diesen Sensor.
  • Gyroskop:
    Mittels des Gyroskops wird die Rotation und damit Lage des Geräts in den drei Raumachsen gemessen. Dieser Sensor wird bspw. in einigen Smartphones dazu genutzt in Kombination mit dem Annährungssensor stumm-zu-schalten wenn die Frontseite auf den Tisch gelegt wird. Zudem ist dieser Sensor auch bei vielen Spielen als Lenkrad beliebt.
  • Annäherungssensor (Proximity sensor):
    Der Annährungssensor dient vor allem dazu, zu erkennen, ob der Nutzer das Ohr an den Hörer hält, um dann den Touchscreen auszuschalten, damit nicht über die Ohrberührung unerwünschte Aktionen im Smartphone ausgelöst werden. In Apps und Spielen wird dieser Sensor eher selten genutzt.
  • Gestensensor:
    Dieser Sensor existiert derzeit nur im Samsung Galaxy S4 und Note 3 und ist eine Erweiterung des Annäherungssensors, die es erlaubt das Smartphone über Handgesten ohne das Display zu berühren zu steuern, um bspw. zu blättern, scrollen oder zu winken.
  • Magnetometer (Kompass):
    Der Magnetometer misst magnetische Flussrichtungen in drei Raumachsen und wird vom Smartphone in Verbindung mit der Navigation genutzt. Viele Karten-Apps und sogenannte Augmented-Reality-Apps nutzen diesen Sensor, um die Richtung in die das Gerät (und damit die Blickrichtung) ausgerichtet ist in die Darstellung der App einfließen zu lassen. Eine weitere Anwendung dieses Sensors ist die eines mehr oder weniger sinnvollen Metalldetektors (dazu gibt es Apps).
  • Hygrometer:
    Mittels des Hygrometers wird die Luftfeuchtigkeit gemessen. Dieser Sensor wird derzeit nur im Samsung Galaxy S4 und Note 3 in Verbindung mit dem Thermometer genutzt, um in einer speziellen App die Komfortzone für den Nutzer zu ermitteln. Zudem wird dieser Sensor in einigen Wetter-Apps unterstützt.
  • Thermometer:
    Genau wie der Hygrometer ist dieser Sensor bislang nur im Samsung Galaxy S4 und Note 3 verbaut und in dessen Kombination genutzt.
  • Hall-Sensor:
    Dieser Sensor ist bislang nur im Samsung Galaxy S4 und Note 3 verbaut und dient der berührungs- bzw. kontaktlosen Erkennung, ob das Display mit einem speziellen Cover bedeckt wurde.
  • Photodetektor / Ambient Light Sensor:
    Dieer Sensor misst den Rot-, Blau- und Grünanteil im Umgebungslicht und dieser Wert wird zur stromsparenden und optimierten Darstellung im Display genutzt.
    Dieser Sensor wird noch in wenigen Geräten genutzt.

Ich hoffe, dem ein oder anderen mit meinem Beitrag geholfen zu haben. Bitte kommentiert sehr gerne und stellt Fragen oder weist mich auf Fehler hin, die ich dann zur Aktualisierung des Artikels nutzen kann.

Demoscene – The Art of Algorithms

Moleman 2 – Demoscene – The Art of the Algorithms (2012) from Moleman on Vimeo.

Visit us at http://www.molemanfilm.com
Rate the film on IMDb: http://www.imdb.com/title/tt2170661/
Join us on Facebook: http://www.facebook.com/molemanfilm

Although existing art media have been transformed in the digital age, the advent of computers has brought new art forms into being. In the past, visual arts and music required both intellectual and physical skills, but in the present, computer programming permits people to make art just by using their minds. Moleman 2 presents a subculture of digital artists working with both new and old computing technology who push their machines to their limits.


Kraftwerk – Pop Art

Solange die Dokumentation über Kraftwerk noch online ist, noch anschauen!
Kraftwerk – Pop Art

10 Jahre Berlin

Gestern jährte sich meine Ankunft in Berlin zum zehnten Mal.

Flug von Düsseldorf nach Berlin
Bye, Bye Düsseldorf (Oberkassel)
Bye, Bye Düsseldorf (Oberkassel)
Hello Berlin!
Hello Berlin!
Ankunft in Berlin-Tegel
Klingel zum temporären Apartment in Berlin-Friedenau
Klingel zum temporären Apartment in Berlin-Friedenau
Keine Schönheit, aber zweckmäßig: Mein damaliges, temporäres Apartment in Berlin.
Keine Schönheit, aber zweckmäßig: Mein damaliges, temporäres Apartment in Berlin.

Weitere Fotos bei Flickr inkl. eingeschränkt-freigegebener Fotos für Familie und Freunde, die bei mir mit Flickr verbunden sind: Berliner Anfangszeit.

Tipps für Android-Einsteiger #2: Flash

Wer’s noch nicht bemerkt haben sollte: Nichts ist im Web beständiger als der Wandel. Mitte der 90er Jahre war man vom Web an sich beeindruckt. Ich erinnere mich, wie begeistert ich war, dass Webseiten so ähnlich erscheinen konnten wie gesetzte Zeitungen mit Bildern und umfließendem Text in verschiedenen Schriften. Und, um dem Charakter eines Computers näher zu kommen, wurden neben Links zu anderen Webseiten (mehr schlechte als rechte) kleine Animationen in Form von GIF-Grafiken in Homepages eingefügt.

Persiflage zu Homepages mit übertriebener Nutzung von GIF-Animationen aus Clip-Art-Sammlungen in der Comic-Serie “Die Simpsons”.

1996 kam mein Chef mit einer CD-ROM zu mir und zeigte mir sehr angetan Future Splash, welches es erlaubte sog. Bitmap-Grafiken mit Vektor-Grafiken so zu kombinieren, dass flüssige Animationen mit geringer Datenmenge in Webseiten eingebaut werden konnten.

Future Splash

Parallel zu dieser Zeit versuchte Macromedia mit seinem Präsentationsprogramm Director über den Shockwave-Player interaktive und animierte Webseiten zu ermöglichen. Dies war seinerzeit zwar beeindruckend, aber setzte sich aufgrund des hohen Datenbedarfs und der geringen Bandbreite des Internetzugangs bei den Nutzern nicht wirklich durch.

Um dieser Problematik zu entgehen kaufte Macromedia die Firma FutureWave mitsamt ihres Produkts Future Splash auf und vertrieb es fortan als eigene Lösung unter dem Namen Shockwave Flash. (Nach der späteren Fusion mit Adobe hieß das Programm und Format letztlich Adobe Flash).

Das Format war sehr erfolgreich und kleine Anwendungen, interaktive Webseiten, Werbebanner und vor allem Browser-Spiele bedienten sich dieser sehr brauchbaren Technik. Flash konnte in den gängigen Browsern unter Windows, Mac OS und Linux verwendet werden. Einen Höhepunkt erreichte das Format 2005 mit dem wachsenden Erfolg von YouTube, da dessen Videoabspielprogramm auf Flash basierte und es lange Zeit die einzig brauchbare Lösung für eine solche Anwendung darstellte. Dies wiederum inspirierte viele Webdesigner mittels Flash Videoinhalte mit Webinhalten so zu kombinieren, dass neuartige und ansprechendere Websites entstanden.

Quelle (wasted potential)
(Quelle: wasted potential)

Mit Einführung des iPhones im Jahre 2007 und dem darauf folgenden Erfolg von iPhones und iPads fing der Anfang vom Ende von Flash an. Apple entschied radikal mit der Einführung des iPhones auf eine Flash-Unterstützung zu verzichten, obwohl Flash damals in seiner vollen Blüte stand. Der Hauptgrund lag und liegt in der außerordentlichen Belastung des Prozessors durch Flash-Anwendungen und dem daraus folgenden hohen Energiebedarf. Sowohl Prozessorleistung als auch Energiekapazität sind in mobilen Endgeräten ein kritischer Faktor. Da Apple immer das beste Nutzererlebnis anstrebte und vermeiden wollte, dass die intensive Nutzung des Webs auf dem iPhone dazu geführt hätte, dass es nur einige wenige Stunden mit einer Akkuladung ausgekommen wäre und zudem lauter ruckelige Flash-Anwendungen das Nutzungserlebnis geschmälert hätten, hatte Apple auf Flash verzichtet und die gerade entstandenen modernen Webstandards, die letztlich in HTML 5 mündeten, unterstützte. Weitere Gründe sind in Steve Jobs’ Statement zu diesem Thema nachzulesen.

Da es damals noch viele Flash-Inhalte im Web gab war es für viele iPhone- und iPad-Nutzer sehr frustrierend, viele Web-Angebote nicht oder nur eingeschränkt nutzen zu können. Darin sah die Konkurrenz eine Chance, sich vom iPhone abzusetzen, indem sie Flash unterstützten. Dies wurde lange Zeit als eines der Kaufargumente für Android-Smartphones in der Werbung hervorgehoben.

iPhone: Flash fehlt!

Angetrieben durch den enormen Erfolg der iPhones und iPads wurden viele Websites überarbeitet und Flash-Inhalte durch moderne Web-Techniken ersetzt. In Websites, welche speziell für mobile Endgeräte zugeschnitten wurden, war Flash praktisch ohnehin nicht vertreten. Dies führte dazu, dass Adobe den Flash-Player für mobile Web-Browser Ende des Jahres 2011 einstellte und fortan selbst auf alternative Web-Technologien verwies. Die Version für Android wurde aus dem Google Play Store entfernt, so dass eine nachträgliche Installation über diesen Weg ausgeschlossen wurde.

Die App wurde nicht im Store gefunden. :-( #wpappbox

Da es jedoch aktuell immer noch einige Websites gibt, die nur mit Flash-Unterstützung genutzt werden können, ist die fehlende Unterstützung ab und zu immer noch ein Problem. Betroffen sind häufig Websites von kleinen und mittelständigen Unternehmen oder Browser-Spiele und auch einige Web-Anwendungen.

Ein Beispiel ist die Website meines Lieblings-Döner-Imbiss' Mustafas Gemüsekebap.
Ein Beispiel ist die Website meines Lieblings-Döner-Imbiss’ Mustafas Gemüsekebap.

flash_128Wer also gerne auf seinem Android-Smartphone diese Inhalte weiterhin nutzen möchte, sollte sich den Flash-Player installieren. Dies geht über das offizielle Archiv von Adobe selbst. Dazu sind folgende Schritte notwendig:

1. Unbekannte Quellen zulassen

Einstellungen aufrufen und Sicherheit auswählen
“Unbekannte Quellen” anhaken

2. APK-Archiv herunterladen

Adobe hat alte Versionen des Flash-Players archiviert und stellt diese über die folgende Webseite zur Verfügung:

Archivierte Flash-Player-Versionen

Für Android OS 4.0 gibt es hier das folgende Archiv, welches auf neuere Smartphones heruntergeladen werden kann:

Flash Player 11.1 für Android 4.0 (11.1.115.54)

Flash Player für Android 4.0
Flash Player für Android 4.0

Für ältere Android OS Versionen (2.x & 3.x) gibt es hier das folgende Archiv, welches auf älteren Smartphones heruntergeladen werden kann:

Flash Player 11.1 für Android 2.x und 3.x (11.1.111.50)

Flash Player für Android 2.x
Flash Player für Android 2.x

3. Flash Player instalieren

Die heruntergeladene Datei mit dem Namen “install_flash_player_ics.apk” bzw. “install_flash_player_pre_ics.apk” aufrufen.

Flash-Installation aufrufen
“install_flash_player_ics.apk” aufrufen
Flash installieren
Flash installieren

4. Unbekannte Quellen sperren

Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte in den Sicherheitseinstellungen den Haken zu “Unbekannte Quellen” wieder entfernen (vgl. oben).

5. Flash-Player nutzen

Flash funktioniert lediglich im System-Browser, der normalerweise mit “Internet” bezeichnet ist. Unter Chrome Mobile wird Flash leider trotz Installation nicht funktionieren.

Da die aktuellen Nexus-Geräte lediglich mit Chrome Mobile als Browser ausgeliefert werden, ist es in diesem Fall notwendig einen Browser mit Flash-Unterstützung zu installieren. Dies kann bspw. Firefox Mobile oder der sehr empfehelenswert Next Browser sein:


Besonders gut funktioniert Flash mit der Samsung-Galaxy-Note-Reihe, da der S-Pen eine genauere Bedienung erlaubt und zudem beim Note II, Note 10.1 bzw. Note 8.0 der sogenannte Mouse-Over-Effekt (also das Schweben über einem Bedienelement, welches auf das Schweben reagiert) unterstützt wird.

Diese Website von Roche Bobois ist ohne Zeiger-Gerät kaum nutzbar. Hier spielt Samsungs Galaxy Note-Reihe mit der Air-View-Technologie des S-Pen seine stärken aus.
Diese Website von Roche Bobois ist ohne Zeiger-Gerät kaum nutzbar. Hier spielt Samsungs Galaxy Note-Reihe mit der Air-View-Technologie des S-Pen seine stärken aus.

Da Adobe den mobilen Flash-Player nicht mehr weiterentwickelt, ist es unklar, ob Flash mit künftigen Android-Versionen und -Geräten noch funktionieren wird. Bislang hatte ich mit meinen Android-Geräten mit Android OS 4.1 keine Schwierigkeiten damit.